Es
war 1993, als die unvergessene Ulla Berndt uns sagte: „Mädels,
warum macht Ihr nicht einmal beim Deutschen Turnfest mit“? Gesagt,
getan. Im Herbst 1993 haben wir „vier vom WTB“, das waren Ellen
Friedrich, Monika Schünemann, Elke Steffen und ich, mit dem
Training für die Großvorführung beim Deutschen
Turnfest 1994 in Hamburg begonnen.
Der
Beifall auf dem Turnfest hat uns dann beflügelt, im darauf
folgenden Jahr auch bei der internationalen Gymnaestrada – dem
Welt-Turnfest – in Berlin wieder dabei zu sein. Die
vielen unvergeßlichen Eindrücke beim Zusammentreffen von
zig-tausenden Sportlerinnen und Sportlern aus allen Kontinenten
lassen sich in wenigen Worten nicht beschreiben, man muß sie
einfach erlebt haben! – Da stand für uns fest: wir sind dabei,
solange es nur irgend geht. Vier
Jahre später, also 1999, reisten wir zur nächsten
Gymnaestrada nach Göteborg. Ellen Friedrich schied aus, an ihre
Stelle trat Waltraud Hauer. Das Programm, das Anita Traulsen, die
langjährige Leiterin für die Großgruppen-Veranstaltungen
des DTB, dafür zusammengestellt hatte, war ganz besonders
gelungen und wurde mit dem ersten Platz belohnt. Unsere
weiteste Reise führte uns dann 2003 zum Welt-Turnfest nach
Lissabon. Neben unseren sportlichen Aktivitäten konnten wir hier
natürlich diese herrliche historische Stadt mit der großen
Fülle an Sehenswürdigkeiten genießen.
In
diesem Jahr war die Region Vorarlberg mit ihrem Zentrum Dornbirn
Ausrichter des Festes. 22.000 Aktive aus 56 Nationen waren
zusammengekommen. Für den WTB waren nur noch Elke Steffen und
ich dabei. Auf
der Abschlußfeier symbolisierte die deutsche Darbietung die
fünf Erdteile. Wir Hamburger stellten mit gelben Umhängen
Asien dar.
Inzwischen
fordert der „natürliche Alterungsprozeß“ seinen
Tribut. Anita Traulsen hat sich mit dieser Gymnaestrada verabschiedet
und auch wir werden wohl in vier Jahren in Lausanne nicht mehr dabei
sein. Schade – aber das ist nun einmal der Lauf der Dinge.
Aber,
vielleicht gibt es im WTB die eine oder andere, die in unsere
Fußstapfen tritt?
Das
wäre außerordentlich schön und würde uns riesig
freuen! Gisela Zwerg
|