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Schlechtes
Wetter? Na und? Dann verlegen wir das Kinderfest eben in die
WTB-Halle.“ Gesagt, getan. Und als sei es schon immer so gewesen,
spielten, hüpften, balancierten und tanzten am zwölften
Juli mehr als 150 Kinder durch die ehrwürdige Sporthalle an der
Kneesestraße. Draußen gab es – sollte die Luft in der
Halle einmal zu dick geworden sein – zwei weitere attraktive
Stationen: Hüpfburg und Ponyreiten.
Applaus
für die Tanzgruppen: Zu den Glanzpunkten des Festes gehören
Jahr für Jahr die Aufführungen der verschiedenen im Verein
aktiven Tanzgruppen. Die Mädchen zwischen drei Jahren und
Teenageralter hatten den Augen und Ohren der Zuschauer einiges zu
bieten: den Prinzessinnentanz zum Beispiel oder den Pinocchiotanz
(tänzerische Früherziehung). Die Hip-Hop-Girls zeigten
dann, was der Abba-Hit „Gimme, gimme, gimme“ noch so alles
hergibt, wenn man aus ihm eine schnelle Funkrock-Nummer macht.
Abschließend rockten die Cheerleader (das sind die mit den
lustigen blau-silbernen Pompons) die Halle – und manchem Zuschauer
dürfte bei der Gelegenheit gedämmert haben, warum
Cheerleading längst nicht mehr nur schmückendes Beiwerk für
anschließenden „richtigen“ Männer-Ballsport ist,
sondern eine choreographisch und physisch durchaus anspruchsvolle
Bewegungsform.
Quirlige
Kinder, aufgeregte Eltern: Und so bot auch dieses Kinderfest
wieder für jeden etwas: Babys fanden es schön, wenn sie an
den Rand der Kletterburg gesetzt wurden und es dort so richtig schön
wackelte. Die vielen Kinder, die sich nach bewältigtem, elf
Stationen umfassenden Spiel-Parcours ihren Preis aussuchten, taten
dies auch mit einem Lächeln. Und die Erwachsenen? Auch ihre Welt
kam irgendwann in Ordnung – wenn endlich die Zöpfe der
Tanzmaus richtig saßen, die letzte Ermahnung ausgesprochen war
(„… und guck nicht immer zu Pia rüber, tanz Dein Ding,
ja?!“…), der Akku der Videokamera noch reichte und der Kaffee
verlockend dampfte. - Dr. Susanne Woelk
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