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Das schöne Hallenmärchen des WTB
Der WTB ist nicht etwa in die schöne Märchenwelt abgetaucht, sondern hat sich einen ganz konkreten Traum nach harter Arbeit verwirklicht. Mitte Januar 2004 wurde mit einer wundervollen Einweihung mit Vertre-tern aus der Politik, Wirtschaft und Sportbund sowie Mitgliedern, Freunde und Förderer des WTB die Gymnastik-Sporthalle Friedastr. von der städtischen Verwaltung in die eigene Obhut übernommen. Mit diesem Ereignis macht sich der WTB ein Stück unabhängig vom Verteilungs-prozedere des Bezirksamtes nach Hallen- bzw. Übungszeiten. Bisher konnte der WTB als ausschließlicher Nutzer von Schulturnhallen seine Übungsangebote nur an Nachmittagen und Abenden an den Wochentagen Montag bis Freitag anbieten. Jetzt mit der Übernahme der Halle Friedastr. können Übungsangebote auch in den Vormittagsstunden offeriert werden und das eröffnet dem Verein eine erheblich verbesserte Situation. Mit der ganztägigen Verfügbarkeit einer Übungsstätte lassen sich neue Ziel-gruppen erreichen und für den Sport gewinnen. Es gilt jetzt die passenden Sportangebote zu ergründen und einzurichten. Diese Arbeit erfordert wiederum allen Einsatz des Sportrates samt Vorstand. Doch die Arbeit lohnt sich, weil es den WTB voranbringt und seine Bedeutung als Sportverein mitten im Herzen Wandsbeks festigt.
Wie kam es nun für den WTB zu diesem wundervollen Märchen? Die Gymnastikhalle Friedastraße wird vom WTB seit Jahrzehnten genutzt. Zuletzt stand die Halle einsam in einer kleinen Oase, weil die ange-gliederte Schule geschlossen und zugunsten von neuen Wohngebäuden gewichen war. Auch die Halle spielte in den Planungen des Bezirksamtes keine Rolle mehr und sollte ebenfalls weichen. Jetzt beginnt die glückliche Fügung für den WTB, indem statt Abriss in die Überlegungen auch eine weitere Sportnutzung hinzukam, allerdings dann in wirtschaftlicher Eigen-regie des WTB. Diese Gedanken wurden vertieft und nach vielen Gesprä-chen, Gutachten, Berechnungen und Abwägungen entschied sich der Sportrat samt Vorstand für die Realisierung. Maßgeblich für die Entschei-dung, die übrigens von den Vereinsmitgliedern in einer Sondersitzung unterstützt wurde, waren die wirtschaftlichen Zusagen vom Bezirksamt, Schulamt, Sportbund und Geldinstituten. Unbekanntes Terrain für den WTB sind die laufenden Betriebskosten, die sich allerdings gegenüber den bisherigenKosteninfolgevonBaumaßnahmenbeiderIsolierungund Wärmedämmung (3-fach Verglasung) doch erheblich günstiger darstellen sollten.
Für die Baumaßnahme selbst war es ungemein wichtig, wie es gelang, möglichst viele Arbeiten in Eigenregie zu erledigen. In diesem Punkt hat sich wieder einmal gezeigt, welch großartige Einstellung von den Mitgliedern diesem Projekt entgegengebracht wurde und wie tatkräftig über Monate angepackt wurde. Ohne diese spürbare Hilfe wäre das Projekt sicherlich gescheitert. Ich selbst habe 1987 bei der Errichtung unseres Vereinsheimes selbst erleben können, wie wichtig das ehrenamtliche Engagement vieler Helfer ist, zum einen für den Geldbeutel aber noch wichtiger für die Motivation der Verantwortungsträger. In der jüngeren Vereingeschichte hat der WTB nun zum zweiten Mal für seine Verhält-nisse ein riesiges Projekt angepackt und realisiert. Damals wie heute gab es durchaus auch kritische Stimmen, die aber letztendlich nach gelungener Arbeit verstummten und größtenteils auch in Anerkennung ummünzten.
Gegenüber dem Vereinsheim hat es der WTB beim Betrieb der Halle Friedastr. mit höheren Betriebskosten zu tun. Diese müssen nun durch sportliche Aktivitäten und in Folge davon durch steigende Mitglieder-zahlen kompensiert werden. Die Anlaufphase auf dieses Ziel ist mit einem finanziellen Aufwand aus der Substanz des Vereines verbunden. Den schmalen Geldbeutel des Vereins füllen neben den Beiträgen, kleineren Werbeeinnahmen gottlob auch Spenden der Vereinsmitglieder auf. Dieses Engagement wird auch künftig eine bedeutsame Rolle spielen. Eine Spende für den WTB dient einem wirklichen guten Zweck und unterstützt eine gute Sache und ist empfehlenswert.
Ich schreibe diesen Bericht für die Vereinszeitung aus der Distanz des Ruhestandes und kann deshalb nicht auf weitere Details verweisen. Mir hat die Rede unseres Vereinsvorsitzenden Jörn Wessel anlässlich der Halleneinweihung sehr gefallen, als er dabei den Vergleich zu einem wun-derschönen Märchen mit Prinz und Prinzesschen herstellte. Der Unter-schied zu einem Märchen besteht darin, dass der WTB sein Märchen Realität werden ließ. Die neue Halle wird den Sportbetrieb des WTB vorteilhaft verändern und den Verein in seiner Bedeutung für den Sport im Herzen Wandsbeks voranbringen. Unverändert wollen wir vielfältigen Sport zu erschwinglichen Beiträgen anbieten und wünschen uns eine aus-reichende Nachfrage. Ich wünsche dem Sportrat und Vorstand im Fortgang mit der Halle Friedastraße weiterhin eine gute Hand und viel Erfolg.
Jürgen Schäfer, Ehrenmitglied des WTB
Anmerkung der Redaktion:
Das im oben abgedruckten Artikel erwähnte Märchen bezieht sich auf die Festrede unseres Vereinsvorsitzenden bei der Einweihungsfeier.
Die Rede ist auf unserer Homepage veröffentlicht. |